2-Rad Sicherheitstraining, oder: Blöd wer die Chance nicht nutzt

Wie schon die Jahre zuvor veranstaltet der PSV ein Sicherheitstraining am Schwechater Rübenplatz. Einige Echte sind sich ihrer Verantwortung den anderen Straßenteilnehmern, ihren Familien gegenüber und sich selbst bewusst. Der Club geht einen Schritt weiter und bezahlt das Startgeld. Na bitte, da wär man ja blöd, wenn man nicht mitfährt. Leider gibt es immer noch einige hirnlose, die dieses Angebot nicht nutzen. Diese dürfen sich dann aber bitte auch nicht ärgern, wenn sie hinfallen, wo andere mit diesem Training locker ausgewichen wären. Doch jetzt zur Geschichte.

Wie wichtig ist die Sitzposition. Gleng ich? Kläng ich? Reichen meine Beine bis zum Boden, wenn ich gemütlich mit leicht angewinkelten Händen am Sattel sitz? Komme ich mit den Fingern zu meinen Griffen? Kann ich ohne mir die Haxen zu verrenken die Fußhebel betätigen? Schau ich richtig in die Kurve hinein, Wie fahre ich richtig eine Kurve.

Welchen Gang, welche Geschwindigkeit? Was machen das die Finger an den Hebeln? Was macht meine Schulter? Wo tu ich in der Innenkurve die Fusserl hin? Wo sind da die Aufsetzpunkte? Wie halte ich das Moped im Gleichgewicht, wenn ich nur Schritttempo fahre. Wo schaue ich hin, wenn ich mich im Stau zwischen den Autos durchschlängeln muß? Wie fahre ich mit halb gezogener Kupplung und mehr als Normalgas die Kurve an. Was mach ich, wenn ich auf der Straße oder vorm Club umdrehen muss? (Ohne, dass ich wem bitten muss, dass er mich zurückschiebt). Was mach ich, wenn plötzlich einer vor mir die Tür aufreisst und ich voll bremsen und/oder ausweichen muss? Und wo schau ich hin, bei diesem Vorgang? Wie fahre ich eine schnellere Kurve? Drück ich oder zieh ich oder leg mich hinein und das Moped folgt eh?

Dies alles und noch mehr wurde eingehenst geübt. Bei mehreren Stationen wurde von motivierten Trainern sämtliche Fehler aufgezeigt, aber nicht so, dass man denjenigen vor der Gruppe blosstellt, sondern in Einzelgesprächen, meist war es eh nur ein Kommentar wie: „Heb den Kopf ein bissl“, oder: „nach vorne schauen“ oder: „fester bremsen“ oder so.

Und wenn man nach einer Pause voller Elan in den zweiten Teil des Trainings ging, war man schon optimistischer, denn man hatte schon etwas gelernt oder verbessert.

Mit den guten Vorsätzen bist du dann motiviert nach Hause gefahren und hast die Verbesserungen gleich ausprobiert. Das Training soll dich nicht zum schnell oder hirnlosen Fahren ermutigen. Ganz im Gegenteil. Du sollst bewusst vorsichtig, vorausschauend und umsichtig fahren und dein Bike in unvorhergesehenen, unverschuldeten Notsituationen instinktiv und angelernt, richtig

bedienen und beherrschen.-         -Präsi- Fotos: Gottfried Maly

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