Clubkegeln, oder:
Die Revanche der Milchbubis!


Es gibt ja sehr viele Möglichkeiten die zweiradunfreundlichere Zeit wie den Winter zu überbrücken. Da wird mal Dart gespielt, der Fasching gefeiert oder es wird sogar mal wieder im Club geschraubt. Um körperlich wieder in Schwung zu
kommen stellt Kegeln eine brauchbare Form der Unterhaltung dar. Einmal mit Schwung in die Knie gehen, gepaart mit einem Quäntchen Glück führt auch schon mal zum Erfolg.
 


Seit einigen Jahren haben die Echtn die Möglichkeit in der Brauerei Schwechat ihr mehr oder weniger vorhandenes Können unter Beweis zu stellen. Dort sind sehr gute Bahnen vorhanden und
Chrisi’s Papa der Hauns zusammen mit der Maria bewirten uns zu günstigen Konditionen. Für’s leibliche Wohl gibts traditionell Fleischlaberl mit Erdäpfelsalat und bei Bedarf Würschtln für die Kids. Die Quelle der Fleischlaberl ist nie ganz fix und schwankt je nach Organi-sation zwischen Gasthaus Angelis und dem Hauns selbst. Haupt-sache ist wir mußten noch keinen Kegelabend Hunger leiden, denn: Ohne Mampf kein Kampf. Wo wir endlich beim Thema wären. Üblicherweise gibt es immer zwei Gruppen: die Kegler und die Nichtkegler. Gruppe zwei unterhält sich meistens durch traditionelles Tratschen oder mit Karten spielen. Für die Smartphonejunkies: Tratschen bedeutet verbale Kommunikation, üblicherweise in Muttersprache, zwischen 2 oder mehreren sich am selben Ort in akustisch wahrnehmbarer Entfernung befindlichen Personen durch diverse Gestik und Geräusche unterstützt. Die Kegler teilen sich dann in zwei Mannschaften. Aufgrund der erfreulich hohen weiblichen Beteiligung hat sich der
„Kampf der Geschlechter“ als höchster Motivationsfaktor herauskristallisiert und somit war die Aufteilung wieder klar: Mädels gegen Buben.

Das Geschlechterverhältnis war nahezu ausgeglichen und somit stand einem klassischem Zapfenscheiben nix mehr im Wege. Da die Präsis noch nicht zugegen waren, fand ich noch ein paar Eröffnungsworte und es wurde begonnen. Für die Nichtkegler unter den hochge-schätzten Lesern sei noch erwähnt, dass beim Zapfenkegeln die Zahlen von 1-9 in Form eines Zapfen (für jede Mannschaft einen) aufge-schrieben werden (siehe Bild). Bei jedem Wurf werden die Anzahl der gefallenen Kegeln gezählt. Diese Zahl darf dann weggestrichen werden. Es hat jene Mannschaft gewonnen welche zuerst alle Zahlen gelöscht haben. Den ersten Zapfen konnten die Buben als Erste löschen und das in souveräner Manier, denn es dauerte nicht lange bis die 25 Zahlen gelöscht waren. Speziell die oft kniffligen hohen Würfe (also 8er oder 9er) be-reiten oft gewisse Schwierigkeiten. Denn wir spielen zwar regelmäßig, aber aufgrund der geringen Häufig-keit (1x pro Jahr) kann von Übung dann keine Rede sein.

Vielleicht hatten wir auch nur das eingangs erwähnte Quäntchen Glück. Dass uns die Mädels haben gewinnen lassen schließ ich mal aus. Runde 2 ging auch an die Buben, bis die Mädels dann zurückschlugen! Und so mussten die Herren nach einer Niederlage in Runde 3 und Runde 4 den „Milchbubis“ Ruf loslassen. Und Dank Roter Gaby und Sonja erhielten wir dann auch ein Sackerl Milchbubis als Trostpreis. Interesannterweise blieben den Buben niedrige Zahlen über wie 2 oder 4. Und gerade diese sind dann oft schwer zu knacken. Für Spannung war also gesorgt als wir Runde 5 starteten. Volle Konzentration war angesagt. Die
Trefferquote war bei den Mädels und bei den Buben vom Start weg sehr hoch und die Zahlen schmolzen dahin wie billiges Eis im Hochsommer. Als nur noch wenige Zahlen übrig waren stieg die Spannung ins unermessliche und die
Damen kreischten bei jedem Treffer dass jedes männliche Trommelfell sich der Belastungsgrenze näherte. Letzt-endlich jubelten die Buben und bekamen als Siegerprämie ein Sackerl Milchgeister von der Sonja.

In den Pausen kamen die weniger treffsicheren Kids zum Zug und ver-suchten dem Bahnwärter Hauns durch springende Kugeln nicht zu sehr aus der Reserve zu locken. Nach dem ganzen Geschlechterkampfzeugs
wurden dann Mannschaften ausgelost, aber es waren sich alle einig, dass der echte Teamgeist eher bei Damen gegen Herren zu tragen kommt. So verging die Zeit wie im Flug und rund um Mitternacht endete die ganze Geschichte. Am Schluss war natürlich alles wieder gut  Danke an Maria und Hauns für den unterhaltsamen Abend. Foto: Milchbubis vor und nach dem Sieg.          -Kassier Roman-