4 Tage Kroatien

3 Rigpekler, 3 vom PSV und 4 Echte unterwegs, zusammen doch nur 6 Personen. Wie das geht könnt ihr euch selbst ausdividieren.

 

Donnerstag, 13.9.2018

Wir trafen uns in Rannersdorf bei der gelben Tankstelle. Plötzlich wurde Präsi aus einem Auto von hinten angesprochen, eh kloa. Der Fangel Franzl, der ja heute Geburtstag hatte, fuhr gerade die Betty irgendwohin und er selbst in die Arbeit. Natürlich nicht ohne von uns abgebusselt zu werden. Kurz nach 7hundert gings los. Schon am 2. Kreisverkehr stöhnten wir wieviele Leute um diese Zeit unterwegs sind.  1. Tankstopp auf der slowenischen Seite nach der Grenze in Spielberg. 2 Kaffee und Wasser. Präsi holte von nahen Supermarkt 6 Extrawurstsemmeln. Für die Bestellung, das Machen und das Zahlen gibts eine längere Geschichte die uns aber den Platz für den Reisebericht sprengen würde.

Slowenische Durchreise ohne Probleme. Kroatische Autobahn auch wie immer. Rauffahren, Ticket ziehen, dem Reisekassabeauftragten, also Geissi geben und weiter geht’s. Bei der Zahlung war alles ganz anders. Geissi fuhr vor und legte die 6 Tickets auf den Tisch und zahlte alles gemeinsam. Durchfahrt einzeln. Hier gabs wieder etlicheszu lachen. Ein an der Sollbruch- oder besser gesagt -knickstelle geknickter Schranken.

 In dem Moment als die Tante aus ihrem Hauserl rauskam, haben wir angenommen Walter hatte einen Epianfall oder ordentlich Schüttelfrost, so gebeutelt hatte es die R1200 RT. Als er noch zu schreien anfing, haben wir uns große Sorgen gemacht. Doch es war alles gut, er lachte so über die Schrankengeschichte, dass wir alle mitlachten.

 In Senj verließen wir die Autobahn und kamen über die Berge runter zum Meer. Wir bogen bei der Burg links ab und ritten auf der Küstenstraße dahin. Da etwas mehr Verkehr war das Höchsttempo nicht so hoch wie letztens mit der Echt’n Partie. Julius fragte über Funk Präsi wie denn die lauschige Ortschaft hieß, wo die Echt’n letztens waren. Keine Ahnung, aber wenn ich die Felsen erkenne, sag ichs durch. In einem Tunnel und dann scharf rechts. Schon waren wir an der Abzweigung nach Lukovo.

Die paar steilen runter und eingeparkt. Diesmal hatten die Lokale offen und wir nahmen neben dem Kaffee auch noch schnell eine Portion Tschiwawerln mit Ayva und Zwife. In Karlobag gegen 17:00 eingetroffen, bezogen wir schnell die Zimmer. Rudi und Walter blieben da und der Rest besorgte es sich so ordentlich. Gabor und Gattin sowie Mama und Papa von der Kurvenbar freuten sich uns zu sehen. Diesmal keine Tschiwawerln sondern nur einen Saft und dann etwas gemäßigter wieder retour. Ich sag nur die mit 40 angekündigte Kurve mit 90 und die; Ups da war a Ortschaft mit 120km/h. 

Nach dem Duschen blieben wir gleich im Schanigarten sitzen und haben uns etliches an Meeresgetier und Spagetthi Carbonara hineingestellt. Nach etlichen Gesprächen und Nacherzählungen der Seidl Rallye  haben wir noch zwei Steirer kennengelernt. Irgendwann wars an der Zeit und gute Nacht.

578 und mit Kurvenbar  637 km.

 

Freitag, 14.9.2018

Was hat sich in der Nacht getan? Enzo hat sich schwer am Finger verletzt, er hat das halbe Stiegenhaus und das Zimmer angeblutet. Was passiert ist? Keine Ahnung, irgendwo hängengeblieben aufgrund Kreislaufschwäche, die er in der Früh noch leicht hatte. Hihi 😉

Das Frühstück  - naja, ja eh, es geht so. Danach Aufteilung der Gruppen in Offroader und Nicht Offroader. Die NO’s  haben eine Insel PagTour gemacht. Walter und Rudi sind die Echt’ntour vom Vorjahr nachgefahren – nur ohne Regenmantel. Das Wetter? Sonnenschein und angenehme Temperaturen. Mit der Fähre ohne Stress rüber auf Pag und gleich nach links runter, über die Brücke rüber, kurze Pause und dann die Küstenstraße nordwärts. Wers kennt, weiß was kommt. Eh klar. Kurvenbar. Ein Mittagspappi eingenommen und dann gemütllich die Küstenstraße bis Karlobag. Duschen und dann sogar noch im Meer plantschen. 

Die Offroader waren gestern schon tanken und sind gleich bei Senj rechts in Velebitgebirge abgeborgen  Rauf in die Berge. Geissis erste Offroaderfahrung. Bevor der Asphalt zu Ende ging, haben wir noch einen Stopp gemacht, Bilder geschossen und einen Schweizer ebenfalls auf einer GS getroffen. Geissi hielt sich gut. Höhepunkt der ganzen Tag war, dass wir eine Bärenmutter mit ihren drei Jungen gesehen haben. Julius dürfte sie aufgeschreckt haben und Geissi, Präsi und Enzo haben dieses Schauspiel  live erlebt. Alle auf der Flucht – die Bären und wir. Aber schön.

Wir arbeiteten uns auf 1280 m Seehöhe hinauf.  Rund um einen Stausee herum. Supertolle Aussicht. Geissis GS hat die ganze Zeit, also eigentlich schon seit gestern so komische Geräusche von sich gegeben. Hörte sich an wie ein schepperndes Ventil, wie wenn zuwenig Öl im Kraftwerk wäre. Präsis CBR hatte dies auch, wer sich erinnern kann. Er schüttete dann einen ¾ Liter 15/W40 hinein, dann gings wieder. Geissis Ölstand war aber optimal bezüglich Füllstand. Kaffeepause. Insgesamt sind wir 60km offroad im steilen Gelände gefahren Geissi war brav und hielt sich fürs erste Mal ziemlich gut. Bei jedem Stehenbleiben, Mineral getrunken, Helm runter und Schweiß abwischen. Wir kamen wieder auf Aspalt und glitten jetzt etwas flotter dahin. Das erste Lokal im Gelände war  seit einiger Zeit geschlossen und so freuten wir uns jetzt auf der Road ein Tschocherl zu sehen. Nach der Pause den zuerst abelassenen Luftdruck wieder in die Reifen gepresst, konnte es wieder losgehen.

Julius hatte noch einen Aussichtspunkt auf einem Berg auserkoren, wo er seit Jahren immer wieder hin will, aber es bis heute immer noch nicht geschafft hatte. Es sollte wieder nichts werden, denn bei der nächsten Bergfahrt sahen wir Gegener vor uns. Wir arbeiteten uns vor und saugten uns an. Plötzlich über Funk: „ Aus, ohgstorm!““. Geissi rollte aus. Enzo und Präsi hinter ihm, Warnblinker raus und zu Geissi hin. Julius löste die Ansaugung und kehrte auch zu uns zurück. Die Kompression im rechten Zylinder ließ zu wünschen übrig. Wir versuchten noch öfters zu starten, doch kein beruhigendes Brummen. Doch bevor wir ganz aufgeben, steckte  Julius noch den Power Commander Kit aus und die originalen Kabel wieder zusammen. Startversuch – alle hielten die Daumen. Doch leider kein Röhren des Herrn Akrapovic. Hmm, was mach ma jetzt. Wo stell ma das Bike hin, dass der Abschlepper die GS auch wieder findet. Julius fuhr schauen. Etwas bergab lag eine Kreuzung die in einen Waldweg mündete. Das Bike rollten wir runter – also Geissi rollte. Dort haben wir das Bike abgeschirrt (Kiste, Navi) und es in den frischen Tann geschoben.

Zumindest war es jetzt von der Straße nicht mehr zu sehen. Geissis Kiste wurde bei Präsi, der heute ohne Kistl fuhr, mit Gummispanner montiert, weil ja die BMW Koffer nicht auf der Givi- Halterung passen. Geissi wurde bei Inschinör hinten draufgesetzt und die letzten 80km fuhren wir gemütlich auf der Küstenstraße dahin. Naja, es war dann noch eine Gruppe Biker vor uns, die mehr die Aussicht genossen statt zu fahren, die haben wir dann schon noch ordentlich hergebrannt.

Zum Nachtmahl und Geschichten erzählen sind wir dann in die nahegelegene Pizzeria gegangen. Nach ein paar Telefonaten wurde Geissis Paps organisiert, der am nächsten Morgen mit Enzos Anhänger um 06hundert sich in unsere Richtung in Bewegung setzt.

Geissi, der ein wenig depri war haben wir versucht wieder aufzubauen. Schau Geissi, sie hier nur das Positive: Es passierte ohne Unfall, auf einer aspaltierten Straße und du hast einen Vater der dich und das Bike holen kann. Und wenn du Glück hast geht sogar was auf Kulanz, denn in den Foren im Internetz stehen einige die im rechten Block ein Klopfen hörten und es sich um einen Baufehler der Nockenwelle handelte. Und nach 42.000 km darf das gar nicht sein.

219km, davon 60 im teils selektivem Offroad 😊

 

Geissi‘s Uhr misst seinen Puls. Der Höchstwert lag bei 165. Dies war um  10:30. Also Offroadphase. Wos ois gibt?!

 

Samstag, der 15.9.2018

Das gleiche Frühstück wie gestern, also eher kein Höhepunkt. Wir packen unsere Sachen, packen Geissi und sein Gepäck auf unsere Bikes, und fahren Richtung Norden. In Sveti Juraj zum Hafen und genehmigen uns den ersten Routenkaffee. Geissis Papa ist mit Claudia bereits in Kroatien, stehen aber im Stau. Wir verabschieden uns und fahren bergwärts. Die Echt’n, wissen, wo wir letztens aufgrund Weltuntergangswetter umgedreht haben. Diese Strecke geht heute super und so mäanderten wir dahin. Julius war jetzt wieder voller Hoffnung, dass wir jetzt doch endlich auf den Berg fahren, wo er noch nie oben war. Wir bogen dann rechts ab und es wurde alle hundert Meter Höhe um einen Grad kühler.

Eine Nebelwand stand vor uns, die wir durchbrachen, die Sonne kam wieder, doch es wurde nicht wärmer. Yes, wir schafften es bis ganz nach oben – also fast, es winkten uns zwar etliche kleine Kinder zu, doch der Schranken und der Nationalparkwächter schaute schon nervös. Doch der eigentliche Grund, dass wir umdrehten war, dass Walter mit der Straßenmaschine nicht so recht über Stock und Stein konnte/wollte. Wir sind eine Partie, also im Gänsemarsch wurde umgedreht und wieder bergabgefahren. Bei er nächsten Kreuzung wieder rechts und so kamen wir nach ein paar km wieder zu dem Platz, wo wir gestern Geissis Bike im Wald versteckten. Alles beruhigt. Die GS stand noch da.

Wir stellten uns nochmal zusammen und markierten den Waldboden. Das heutige Ziel waren die Plitvica Seen. Über kurvenreiche Strecken bis nach Plitvicka Jezera.. Walter hatte die Information, dass hier damals der Yugoslawienkrieg begonnen hatte. Ein Denkmal erinnert an der ersten Toten. Ein Polizist. . Wir machten Fotos und drehten noch eine Runde über alle drei Eingänge zu den Seen. Alter! Da waren Touristenmassen, die mit Autobussen rangekarrt werden. Wie gesagt, .. da wir alle schon einmal da waren suchten wir uns ein Tschocherl mit eventualem kleinen Mittagshappen.

Nach einer gemütlichen Pause fuhren wir wieder retour. Plötzlich hatten wir Follower, ein im Rückspiegel rsant wirkendes Auto hängte sich an Heinzi. In weiterer Folge noch drei. Enzo und Präsi ließen sie vor. Rudi und Walter fuhren ihr Tempo weiter und fuhren ziemlich mittig, die Burschen ärgerten sich ziemlich. Präsi holte sich dann noch einen. Julius matchte sich ganz vorne mit dem einen. 2 Ferrari, Mercedes AMG und ein Porsche. Wie verabschiedeten und´s und weiter gings eine Straße die wir noch nie gefahren sind..  Höhepunkt der Strecke war das Monument oder Gedenkstein des Österreichischen Imperators Ferdinand I. ( Karl, Leopold, Joseph, Franz Marcellin, der Gütige (geb.19.4.1793 Wien – gest. 29.6.1875 Prag. 1835 bis 1848 Kaiser von Österreich König von Böhmen und als Ferdinand der V. seit 1830 auch König von Ungarn und Kroatien. Der 2. Kaiser aus dem Hause Habsburg. (Sohn von Maria Theresia und Franz I.) der damals diese Straße bauen ließ um auch hier einen Meerzugang zu haben.

Der erste Spritzer wurde im Hotel bestellt. Kurz darauf ein Murgeln. Geissi stand mit dem Dodge Ram 1500 da und alle wunderten sich, dass die nicht schon midestens 250km weg waren. Claudia, Franz und Geissi hatten sich entschieden noch eine Nacht hier zu bleiben und gemütlich und ausgeschlafen Morgen heimzufahren. Was natürlich für gut befunden wurde und so waren wir jetzt zu acht. Abendessen in der Pizzeria Susanj.

290km

Sonntag 16.9.2018

Zusammentreffen beim Frühstück

Diesmal schon im Bikeroutfit. Das Gepäck wird montiert und nach dem Kaffee gings auch gleich los. Martina, unsere Kellnerin verabschiedete sich mit einer Flasche Wein und einem Laib Käse, den wir am Mittwoch drauf beim PSV verkosteten. Wir haben uns entschlossen noch ein paar km auf der Küstenstraße zu fahren, da tut der Abschied vom Meer nicht so weh. Man kann sich noch ein paar Bilder und Blicke hineinziehen. Und Kurven vor allem. Bei Zengg sind wir auf die 23er abgebogen, die uns durch viele Kurven über die Berge zur Autobahn brachte. Karlovac – Zagreb – Ptuj – Maribor. Am letzten Stück Autobahn hat Julius noch einen Angriff einer Kamikazetaube ohne Probleme überstanden. Sie flog ihn von rechts an doch der rechte Windschutzbügel beendete das Leben der Selbstmordtaube. Einen ordentlichen Schepperer hats trotzdem gemacht. Eine Wolke Federn…

 

Kurz nach Marburg sind wir zum großen Kreisverkehr unter der Autobahn abgefahren. Obwohl er nicht zur Autobahn gehört, wird hier Maut verlangt – also Vorsicht, wenn du glaubst du brauchst hier kein Pickerl – da hobelns regelmäßig die Unwissenden. Die 436er führt direkt zur Grenze. Du fährst über die Pößnitz und zack! Österreich! Juchu. Über die L 614 und dem Schloßberg kommt man ganz schnell nach Leutschach. Wir statteten Walter von der „Route 69“ einen schnellen Besuch ab. Eine kurze Pause für einiges Gebackenes gabs auch noch ehe wir wieder aufs Bandl fuhren. Schnell noch so einen Benzinschlucker mit einer GS am Anhänger überholt. Bei einer Lulupause hatte uns Geissi wieder eingeholt. Das Navi meldete einen Mörderstau  am Wechsel, auch die Ausweichroute uber die Wechselbundesstraße war voll. So sind wir bei Zöbern weg und über die Burgenlandschnellstraße bis Eisenstadt. Und um dem ganzen noch einen würdigen Abschluß zukommen zu lassen sind wir übers Leithabergl Stotzing – Eisenstadt, wers kennt. Gegen 18:30 sind wir alle zu Hause aufgeschlagen, auch Geissi mitn Hänger.

631km.

Super schöne 4 Tage mit rund 1777km

Österreich - Slowenien - Kroatien


Weitee 138 Bilder in der Bildergalerie.

Fotos by: Präsi, Inschinör, Geissi